Die Retro-Lektüre
Was zählt eigentlich als Retro-Gaming?
Eine offizielle Definition von Retro-Gaming gibt es nicht, und über die Grenzen wird man ewig streiten. Aber es gibt eine Faustregel, die die meisten Spieler teilen, und eine Reihe klarer Epochen, auf die sich fast alle einigen können. Hier sind sie, zusammen mit der Antwort, wie weit unsere Konsolen zurück und nach vorn reichen.

Die Faustregel
Als retro gelten Spiele und Konsolen in der Regel, wenn sie mindestens zwanzig Jahre alt sind oder zwei Hardwaregenerationen hinter dem aktuellen Stand liegen. Nach diesem Maßstab verschiebt sich die Grenze ständig. Spiele aus den frühen 2000ern, die sich für viele von uns vor Kurzem noch modern angefühlt haben, zählen inzwischen dazu.
Das Wort beschreibt auch einen Stil. Viele neue Spiele setzen bewusst auf Pixelgrafik, Chiptune-Musik und einen Schwierigkeitsgrad wie früher. Sie sind im Geist retro, auch wenn sie erst letztes Jahr erschienen sind.
Die Epochen, von Anfang an
Spielhallen und die ersten Heimkonsolen, späte 1970er bis frühe 1980er
Münzautomaten in Kneipen und Spielhallen und die ersten Modulkonsolen für zu Hause, darunter das Atari 2600, das 1977 erschien. Einfache Formen, eine Handvoll Farben und Highscores, die geknackt werden wollten.
8-Bit, Mitte der 1980er
Das Famicom erschien 1983 in Japan und kam 1985 als NES nach Nordamerika, gefolgt vom Sega Master System. Das ist die Ära des seitlich scrollenden Jump ’n’ Runs und der ersten langen Abenteuer, die man nicht an einem Stück durchspielen konnte.
16-Bit, späte 1980er bis Mitte der 1990er
Das Mega Drive, in Nordamerika als Genesis bekannt, und das Super Nintendo brachten sattere Farben, besseren Sound und größere Sprites. Viele sehen darin das goldene Zeitalter der 2D-Spiele, und es ist das Herzstück der meisten Retro-Sammlungen.
32-Bit und 64-Bit, Mitte bis Ende der 1990er
PlayStation und Sega Saturn erschienen 1994, das Nintendo 64 im Jahr 1996. Spiele wechselten in die dritte Dimension, Analogsticks tauchten auf, und CDs schufen Platz für Musik und Sprachausgabe.
Handhelds
Handheld-Konsolen haben ihre eigene Zeitleiste. Der Game Boy erschien 1989, der Game Boy Advance 2001 und die PSP 2004. Jede hat eine eigene Bibliothek an Klassikern für kleine Bildschirme und kurze Spielrunden.
Die frühen 2000er
PlayStation 2, GameCube und die erste Xbox sind inzwischen über zwanzig Jahre alt und zählen nach der Faustregel dazu. Für viele Sammler sind sie die jüngste Generation, die sich nach Retro anfühlt.
Was ein Spiel retro wirken lässt
Das Alter ist nur ein Teil davon. Retro-Spiele haben meist ein paar Dinge gemeinsam: Sie kamen fertig auf Modul oder Disc heraus, ohne spätere Patches. Die Steuerung lernt man in einer Minute und beherrscht sie erst nach Monaten. Der Schwierigkeitsgrad ging davon aus, dass man dasselbe Level viele Male spielt. Und die Musik wurde für Soundchips mit einer Handvoll Kanälen geschrieben, weshalb so viel davon den Leuten bis heute im Ohr hängt.
Welche Epochen unsere Konsolen abdecken
Jede Konsole, die wir verkaufen, spielt die Arcade-, 8-Bit- und 16-Bit-Ära. Darauf konzentriert sich der Game Stick Lite 4K, und dort glänzen in der Hand die Trimui Brick und die Brick Hammer.
Für die 32-Bit-Jahre spielen der X8 TV Game Stick, die R36S, die R36MAX2 und die Trimui-Handhelds alle PS1-Spiele. Für N64 und PSP haben die G99 am Fernseher und die Smart Pro S in der Hand die meisten Reserven.
Die Generation der frühen 2000er geht über das hinaus, wofür diese Konsolen gebaut sind, und das sagen wir lieber vorher, als dass du es nach dem Kauf merkst. Für die Epochen, die sie abdecken, hilft dir unser Ratgeber zur Wahl der richtigen Retro-Konsole bei der Entscheidung.


